Die Geschichte des Kitzsteinhorns

Schon seit jeher ist der Ort Kaprun durch die umliegenden Berge mit Tourismus verbunden. Zu Beginn war das Kitzsteinhorn allerdings nur im Sommer interessant. Daher war die Erschließung des Gletschers als Skigebiet eine wahre Pionierleistung.

Der Bau der Seilbahnen in Kaprun bis zur Spitze des Kitzsteinhorns war ein langer und beschwerlicher Weg. Doch es hat sich gelohnt: Noch immer ist das Kitzsteinhorn ein Highlight der Region – und wird es dank der vielen Events und Möglichkeiten auch immer bleiben.

Die Gletscherbahnen Kaprun AG gab den Ausschlag

Am 1. August 1963 wurden durch die Tauernkraftwerke, die Gemeinde Kaprun und das Salzburger Land die “Gletscherbahnen Kaprun AG” gegründet. Das war sozusagen der Startschuss für die Erschließung des Gletscherskigebiets am Kitzsteinhorn. Am 12. Dezember 1965 wurden die ersten beiden Abschnitte der Großkabinen-Pendel-Luftseilbahn (mit je 35 Personen) zum Kitzsteinhorn in Betrieb genommen. Bereits im Herbst 1966 verkehrte die Pendelbahn bis auf 3.029 Meter Seehöhe. Die Gesamtstrecke betrug 6,2 km bis auf 175 Meter unter den Gipfel und benötigte lediglich acht Liftstützen. Der Große Mast der obersten Sektion ist mit einer Höhe von 113,6 Metern auch heute noch die höchste Seilbahnstütze der Welt.

 

Der Bau der Gletscherbahnen am Kitzsteinhorn

Für den Bau wurden rund 10.000 Tonnen Material benötigt, das unter anderem durch 13 Hilfsseilbahnen an den jeweiligen Einsatzort befördert wurde. Trotz der harten Bedingungen und Anforderungen, die der Gletscher den Arbeitern und Planern abverlangte, wurde der Bau immer weiter fortgeführt. Sogar bis minus 19 Grad Kälte nahmen die Bauarbeiter in Kauf.

 

Die Auswirkungen der Gletscher-Erschließung

Die Beliebtheit des Kitzsteinhorns stieg rasant. So wurde laufend in modernste Seilbahntechnik investiert. 1971 wurde der Bau einer Standseilbahn mit großteils unterirdischer Streckenführung beschlossen. Am 23. März 1974 wurde dann die erst alpine U-Bahn der Welt eröffnet. Im Laufe der Jahre erweiterten die Zuständigen das Angebot rund um das Kitzsteinhorn ständig, durch Modernisierung und Verbesserung des Komforts. Am 20.Dezember 1991 löste die neue leistungsstarke 8er-Kabinen-Umlaufbahn die alte Pendelbahn und damit auch ein Stück Geschichte ab. 1995 entstanden die Kitzlifte im direkten Gletscherbereich.

Schnee, wohin das Auge blickt

Seit 1999 wird in Beschneiungsanlagen der neuesten Generation investiert. Das ermöglicht Schneesicherheit auch im mittelalpinen Bereich bis zum Langwiedboden und sorgt für stets erstklassige Pisten mit Schneegarantie.

 

„Webcams“ am Kitzsteinhorn schon seit Jahrzehnten

Heute zählen Livebilder von Panoramakameras zu den Basisinformationen aller großen Skigebiete. Die 1. Kapara Österreichs wurde am Gletschergebiet des Kitzsteinhorns bereits im November 1983 erprobt. Heute gibt es vier Kamerapositionen, die Livebilder über www.kitzsteinhorn.at weltweit zugänglich machen. 

 

Modernster Service am Gletscher

1999 wurde das Alpincenter auf 2450 Höhenmetern modernisiert und mit dem Info Service-counter, einem Sportshop mit Verleih und Service, einer Skischule und einem Ski- und Schuhdepot zum modernen Servicezentrum am Berg.

 

Im Dezember 2001 wurde der Gletscherjet 1 und im Oktober 2002 der Gletscherjet 2 eröffnet. Und immer wieder erfährt das Kitzsteinhorn Neuerungen – und genau das macht es für unsere Gäste, die in unmittelbarer Entfernung des Gletschers ihren Urlaub verbringen, so spannend.