Der Kaprunerhof

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Rauch – Nächte ein uralter Brauch26. 12. 2011

Die Tage um den Jahreswechsel werden Rauch, Rauh oder Raunächte bezeichnet. Diesen Namen verdanken Sie dem Räuchern mit Baumharzen und Pflanzen.

Die 12 Nächte um die Jahreswende heißen ursprünglich Rauchnächte. Das ” c” kam später abhanden und so ging der Begriff Rauhnächte in den Sprachgebrauch ein. Die Zahl dieser Rauhnächte und der Zeitraum ist regional verschieden, die vier wichtigsten sind:

  1. die Thomasnacht (am 21. Dezember) auch die Wintersonnenwende und längste Nacht des Jahres – diese Nacht war ursprünglich dem ungläubigen Thomas gewidmet, einer der 12 Apostel Jesus von Nazaret
  2. die Christnacht (am 24. Dezember) – die Vigilnacht (vigil:wachen) Christi Geburtsnacht- in dieser Nacht wurde im katholischen Christentum die Nachtliturgie von Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden gebetet.
  3. die Silvesternacht (am 31. Dezember) – Als Silvester wird der letzte Tag des Jahres bezeichnet, nach dem römisch-katholischen Heiligenkalender ist Papst Silvester der I. († 31.Dezember 335) der Tagesheilige.
  4. die 3-Königsnacht (am 5. Jänner) – (Vigil von Epiphanie -die Erscheinung des Herrn) – das Dreikönigsfest, der Dreikönigstag oder die Theopanie wird heute auch als “Groß-Neujahr” bezeichnet. In Österreich wird dieser Tag auch als Weihnachtszwölfer bezeichnet (der 12. Tag nach dem 1. Weihnachtsfeiertag). Das Fest wird den drei Weisen aus dem Morgenland zugeordnet (Kasper. Melchior und Baltasar), in den Ostkirchen ist dies der Tag der Taufe Christi und Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit (der Vater, der Sohn und der Heilige Geist).

Der Brauch des Räuchern hat seinen Ursprung in der Zeitrechung. Während das Mondjahr nur 354 Tage umfasst, zählt das Sonnenjahr 365 Tage.  Die fehlenden 11 Tage (12 Nächte) werden als “tote” Tage außerhalb der Zeit eingeschoben. Solchen Tagen sagt die Mythologie nach, dass sich die normalen Kräfte der Natur außer Kraft setzen und die bösen Geister erwachen. In vielen Kulturen werden deshalb magische Rituale üblich. Das Räuchern zu Weihnachten war und ist vor allem in den ländlichen Gegenden stark verbreitet und zählt zum Brauchtum. Dabei geht der Hausherr mit der Duftenden Räucherpfanne durch das Haus und die Ställe um alle Bewohnder, Menschen und Tiere, vor den bösen Mächten zu bewahren.

Vielerorts treiben in den Rauhnächten auch die Perchten ihr Unwesen. Perchten sind im alpenländischen Bruchtum vorkommende Gestalten, die vor im Dezember und Jänner bis zum Dreikönigsfest anzutreten sind.

Die Perchten verkörpern allgemein zwei Gruppen, die „guten“ Schönperchten, und die „bösen“ Schiechperchten (obdt. schiech, ausgesprochen schiach, betont auf i: hässlich, schlimm, böse). Wichtiges Utensil der Perchten ist die Glocke, mit der nach populärer Deutung der Winter – bzw. die bösen Geister des Winters – ausgetrieben werden soll (Winteraustreiben, bzw. Austreiben des alten Jahres). Der Besuch von Perchten wird bisweilen im Volksmund als glücksbringendes Omen hochgehalten. Inwieweit das Perchtenlaufen wirklich auf heidnische Bräuche zurückgeht, ist umstritten.

Raunacht auf der Burg Kaprun02. 01. 2011

Zum Abschluss der 12 Rauh- oder ursprünglich Rauchnächte findet am 05.01.2011 ein wunderschönes Fest auf der Burg Kaprun statt. Bei freien Eintritt können Sie ab 20:00 Uhr die Masken der original Pinzgauer Perchten bewundern. Vorraussichtliches Ende 23:59 Uhr. Weiterlesen »

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