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Hugo von Hofmannthal

18. Januar 2012

Hugo Laurenz August Hofmann, Edler von Hofmannsthal, genannt Hugo von Hofmannsthal (*am 1. Februar in Wien, † am 15. Juli 1929 in Rodaun bei Wien) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramtiker und Lyriker, Librettist sowie Mitbegründer der Salzburger Festspiele.  Er gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschsprachigen Fin de siècle und der Wiener Moderne.

Hugo von Hofmannsthal hatte böhmische, jüdische und lombardische Vorfahren. Sein jüdisch-orthodoxer Urgroßvater Isaak Löw-Hofmann (1759–1849) wurde als erfolgreicher Industrieller 1835 von Ferdinand I. geadelt. Er hatte die Seidenindustrie in Österreich eingeführt und für seine große Familie ein ansehnliches Vermögen geschaffen. Sein Sohn und Erbe Augustin Emil von Hofmannsthal (1815–1881) konvertierte zum katholischen Glauben und heiratete 1850 die bürgerliche Italienerin Petronilla Ordioni (1815–1898). Hugo August Peter Hofmann, Edler von Hofmannsthal (1841–1915), der Vater des Schriftstellers, wurde unehelich geboren und erst bei der Hochzeit seiner Eltern legitimiert.

Hofmannsthals Familie legte Wert auf Bildung. Hugo, ein Einzelkind, wurde zuerst von Privatlehrern erzogen und besuchte ab 1884 das Akademische Gymnasium in Wien, eine Eliteschule der Donaumonarchie. Er lernte unter anderem Italienisch, Französich, Englisch, latein und Griechisch. Er las ungeheuer viel, war in Umgang und Intellekt frühreif und war ein ausgezeichneter Schüler.

1892 schloss Hofmannsthal dieMatura „mit Auszeichnung“ ab. Auf Druck des Vaters, eines studierten Juristen, begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der  Uni in Wien. Nach der ersten juristischen Staatsprüfung unterbrach er sein Studium, um freiwillig ein Jahr Militärdienst beim Sechsten Regiment abzuleisten. Nach einer Venedig-Reise kehrte er an die Universität zurück, brach das Jura-Studium ab und studierte Französische Philologie.

Seine Ehefrau, die  Jüdin Gerty konvertierte vor der Hochzeit zum christlichen Glauben. Sie zogen nach Rodau, einem Vorort von Wien, in ein Barockschlösschen (heute Hofmannsthal-Schlösslgenannt). In den kommenden Jahren gebar Gerty drei Kinder, Christiane (1902–1987), Franz (1903–1929) und Raimund (1906–1974).

1919 wurde Hofmannsthal erstmals für den Nobelpreis für Literatur vorgeschlagen. Weitere drei Nominierungen folgten, doch der Preis wurde Hofmannsthal nie verliehen. Jede Nominierung wurde hauptsächlich durch das Votum des schwedischen Schriftstellers Per Hallström zu Fall gebracht, der gegen den Österreicher die „Lüsternheit“ von Stücken wie dem Rosenkavalier vorbrachte, aber auch mit antisemitischen Argumenten Erfolg hatte.

Am 13. Juli 1929 erschoss sich Hofmannsthals Sohn Franz im Alter von 26 Jahren. Der künstlerisch unbegabte Sohn hatte im Leben nicht Fuß fassen können und war nach erfolglosen Anstellungen wieder zu seinen Eltern zurückgekehrt. Zwei Tage nach dem Suizid seines Sohnes starb Hofmannsthal an einem Schlaganfall, als er zur Beerdigung seines Sohnes aufbrechen wollte. 

1936 kaufte Gerty von Hofmannsthal, die Witwe Hugo von Hofmansthals, das Anwesen und begann das Schloss zu restaurieren. Sie lebte dort mit ihrem Sohn Raimund und dessen Ehefrau Elisabeth. Um der Enteignung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, wollte sie das Schloss bald nach dem Kauf an ihre Tochter Christiane und deren Mann, die nicht als Volljuden galten, verschenken. Christiane hätte das Anwesen dann an Gustav Kapsreiter, der mit der Familie befreundet war, verkaufen können, doch wurde die Schenkung, die zunächst genehmigt worden war, schließlich doch nicht zugelassen und die Familie wurde enteignet. Kapsreiters Versuchen, das Anwesen zu erwerben, war kein Erfolg beschieden. Der Bildhauer Josef Thorak konnte den Besitz an sich bringen und die Familie von Hofmannsthals erhielt ihren Besitz erst nach dem Ende des Dritten Reiches zurück.

1987 kaufte die Familie Porsche das Anwesen und gestaltete das Schloss zu einem Hotel mit nur wenigen Gästezimmern und -suiten um. Es verfügt unter anderem über einen Park, eine Rotwildzucht, einen Privatstrand am Nordufer des Sees, einen Golfplatz, eine Helikopterlandemöglichkeit und eine Wellnessabteilung mit Sauna, Dampfbad und Massageangeboten.  Auf dem Gelände befindet sich eine barocke Kapelle, in der jährlich 30 bis 40 Ehen geschlossen werden.

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