Der Kaprunerhof

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75 Jahre Großglockner Hochalpenstraße

05. August 2010

Am 3. August 1935 eröffnete eröffnete nach 5 Jahren Bauzeit die wohl berühmteste hochalpine Alpenstrasse Europas. Das Interesse an der Panoramastrasse ist heute noch ungebrochen groß – so zählt die Großglockner Hochalpenstraße zu den Top-3-Sehenswürdigkeiten in Österreich.

Ursprünglich als Transitroute gedacht, stellt Sie heute ein wichtiges Touristisches Standbein dar. Nach wie vor werden steigende Besucherzahlen verzeichnet, die Gäste aus aller Welt sind faziniert von der Panoramaroute über Österreichs höchsten Berg (3798 Meter). Ausgangspunkt ist Bruck an der Glocknerstraße über das Fuscher Törl und das Hochtor nach Heiligenblut im Mölltal. Sie verbindet Salzburg mit Kärnten auf einer Länge von 48 Kilometern und führt auf eine Höhe von 2504 Metern. Unterwegs gibt es noch Abzweigungen auf die Edelweißspitze, die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und zum Glocknergletscher mit Pasterze (längster Gletscher der Ostalpen). So führt die hochalpine Alpenstraße nicht nur über die Gebirgskämme sonderen auch ins Herz des Nationalparks Hohe Tauern. Mit etwas Glück kann man nicht nur blühende Alpenwiesen, Bergwälder und eine traumhafte Aussicht, sondern auch Steinböcke, Murmeltiere, Adler und andere Wildtiere beobachten.

Dabei besticht die Alpenstrasse nicht nur mit seiner sanft-rauhen Natur sondern belegt auch mit vielen historischen Funden, dass bereits 3einhalb Jahrtausende vor Christus die Menschen die Alpen überquerten. Ein besonders prominenter Wanderer, seine Majestät der Kaiser überquerte 1856 zu Fuß den Alpenpass und gab der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe – heute eine beliebte Aussichtsplattform seinen Namen.

Der Erbauer Fanz Wallack, wollte eine Strasse errichten, die sich perfekt in die Landschaft einfügt und kalkulierte ca. 120.000 Besucher jährlich.  Diese Zahl wurde bereits im 3. Jahr nach der Eröffnung um mehr als das Doppelte überschritten. So verzeichnete man im Juli 2010 den 60ig-millionsten Besuch. Eine Urlauberfamilie aus Hessen in Deutschland bekahm von LH-Stellvertreter Wilfried Haslauer, den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Christian Heu, dem Vorstand der Großglockner Hochalpenstrasse einen Präsentkorb zur Erinnerung überreicht.

Für den Bau der Straße standen nur einfachste Mittel zur Verfügung. 1930 fiehl am 30. August der Stratschuß für den Baubeginn. Bereits am selben Tag krachten in Ferleiten bereits die ersten Sprengschüsse für den Bau dieses Großprojekts. 3.200 Männer waren ab diesem Zeitpunkt beinahe täglich im Einsatz.  Die Geröllmassen wurden damals noch mit Pferden transportiert. Trotz zwischenzeitlicher schwieriger wirtschaftlicher Lage (es sah beinahe so aus, als müsse der Bau gestoppt werden), gelang die Fertigstellung dann in 5 Jahren und kostete damals 25,8 Millionen Schilling.

Winter auf dem Glockner bedeutet Schnee – und das nicht zu knapp! Im Durchschnitt werden pro jahr auf der Großglockner Hochalpenstraße ca. 600.000 Kubikmeter Schnee beseitigt, das entspricht der Ladung eines 190 Kilometer Langen Lastzuges. In den ersten Jahren nach der Eröffnung versuchten die Arbeiter noch mit Schaufeln und Muskelkraft den Schneemasen Herr zu werden. 70 Tage lang waren Sie damals im Durchschnitt im Einsatz. Oft wurde durch weiteren Schneefall oder Verwähungen in einer einzigen Nacht ihre Arbeit wieder zu Nichte gemacht. Heute erledigen hochmoderne Maschinen die alljährlich Schneeräumung im Frühjahr. Während der Wintermonate ist die Straße ohnehin gesprerrt.  Im Rekordjahr 1975 wurden 800.000 Kubikmeter Schnee gemessen und die damals geräumte Straße verlief durch bis zu 21 Meter Hohe Schneeschluchten. In normalen Jahren sind es ca. 8 bis 10 Meter.

Besonders heuer im Jubiläumsjahr gibt es zahlreiche Ausstellungen entlang der Glocknerstrasse. So beleuchtet eine Sonderausstellung am Pfiffkar verschiedene Themen rund um die 75-jährige Geschichte der Alpenstraße. Höhepunkt ist ein Zusammenschnitt verschiedener Filmszenen aus der Bauzeit , der Eröffnung und den Anfangsjahren. Aber auch Informationen über die Mineralien, Ausgrabungen und der Hochalpinen Flora und Fauna sind an den verschieden Stationen und Aussichtspunkten angesiedelt.

Die Großglockner Hochalpenstraße verzaubert damals wie heute Ihre Besucher durch Ihre einzigartige landschaftliche Schönheit aber auch durch Ihre außergewöhnliche Architektur und Geschichte.

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